Autonome Tutorien

Aktuelles: Autonome Tutorien im Wintersemster 2017/18

 

Dieses Semester werden in der Humangeographie 2 Autonome Tutorien angeboten, alle anderen Autonomen Tutorien an der Goethe-Uni findet ihr hier auf den Seiten des AStA.

 

AT#1: Rückkehr nach Reims ? Didiers Eribons Analyse über die neue Rechte

Eribons Autobiographische Analyse über das Erstarken der neuen Rechten ist in Frankreich bereits vor fast 10 Jahren erschienen. Aber erst seit kurzer Zeit erlebt der Autor in Deutschland einen regelrechten Hype: nicht nur in den Feuilletons der üblichen Tagesgazetten, sondern auch in der deutschen Linken. Das verwundert zunächst, mangelt es in Deutschland ja nicht gerade an eigenen Krisenanalysen und Konzepten an der Überwindung am "großen Ganzen".

 

Doch die unterschiedlichen Entwicklungen in Frankreich und Deutschland ähneln sich: der 68er Traum einer besseren Welt ist spätestens mit dem Erstarken des Neoliberalismus (nicht trotz sondern) durch die Finanzkrise komplett, rechte Parteien ziehen in ganz Europa wieder in Parlamente ein, und reaktionäre Parolen werden wieder Salonfähig. Eribon analysiert nicht nur stumpf im universitären Jargon die Krise, sondern verbindet, was Linke gerne tunlichst vermeiden, dies mit seiner eigenen Herkunft, Biographie und Familie.

 

Das "Werk Rückkehr nach Reims" wollen wir in gemeinsamer Lektüre gemeinsam erarbeiten. (Dafür ist das Buch notwendig). Außerdem soll durch Zeitungsartikel und Sekundarliteratur das Werk zeitlich eingeordnet werden. Das Autonome Tutorium fängt in der zweiten Semesterwoche an, und soll einmal in der Woche stattfinden. Eine Anmeldung (für Raumankündigungen) ist vorher notwendig, unter felix_sauer[ät]web.de. Das Tutorium ist offen für alle, auch für außeruniversitäre. Spezifisches Fachwissen ist nicht Notwendig.

Hannah Linder & Felix Sauer (Kontakt: felix_sauer[ät]web.de)

 

 

AT#2: Geographien der Gewalt

Gewalt ist alltäglich und findet überall statt. Im Rahmen großer Politik als Krieg ebenso wie zuhause hinter der vertrauten Wohnungstüre oder auf der Straße. Sie prägt gesellschaftliche und private Verhältnisse; zwischen Staaten, zwischen Gruppen, zwischen Individuen und zwischen Buchdeckeln wird sie herbeiphantasiert, -geredet, angedroht und ausgelebt. Gewalt prägt Orte und Regionen sowie die Menschen dort.

 

Wir wollen uns ein Semester lang mit der Gewalt in der Geographie beschäftigen: welche Gewaltbegriffe finden Verwendung und was unterscheidet sie? Was kann uns die geographische Forschung über Gewalt und den Umgang damit sagen? Gibt es bestimmte Formen der Gewalt, die in der Geographie besonders intensiv betrachtet werden, während andere vielleicht vernachlässigt werden?

 

Dazu wollen wir gemeinsam einschlägige Artikel oder Buchkapitel deutscher und englischer Sprache lesen und diskutieren. Die genauen Inhalte stehen noch nicht fest, sondern sollen vielmehr gemeinsam im Verlaufe des Semesters erarbeitet werden. Ideen und Inputs aller Beteiligten sind herzlich willkommen. Das Tutorium soll alle zwei Wochen stattfinden. Die Teilnahme ist offen für alle Interessierten. Ein erstes Treffen wird in der zweiten Vorlesungswoche stattfinden, bei Interesse oder sonstigen Fragen meldet euch unter chano[ät]posteo.de. Der genaue Termin wird auch zeitnah durch Aushänge im Institut und die Kanäle des Studierendenforums Humangeographie bekanntgegeben.

Lucian & Max (Kontakt: chano[ät]posteo.de)

 

Erstes Treffen am Mittwoch, den 25.10., 14-16 Uhr im Raum PEG 2.G084.

 

 

Autonome Tutorien in der Humangeographie

 

 

Die Organisation und Durchführung von Autonomen Tutorien (AT) wird finanziell unterstützt, dafür steht Geld aus den QSL-Mitteln zur Verfügung. Wenn ihr ein AT anbietet, bekommt ihr einen Vertrag als studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft (letzteres, falls ihr bereits einen BA- oder LA-Abschluss habt). Wir streben an, den Aufwand für Vor- und Nachbereitung in gleicher Höhe wie die eigentliche Durchführung zu honorieren. Beachtet aber bitte, dass pro AT nur ein Vertrag gemacht wird. Falls ihr also als Gruppe ein AT anbieten wollt, muss eine Person als offizielle Ansprechperson fungieren und ihr müsst das Geld gegebenenfalls selbstorganisiert unter euch aufteilen.

 

Ihr könnt euch selbst überlegen, welchen zeitlichen Umfang euer AT haben soll, ob es also beispielsweise wöchentlich, zweiwöchentlich oder als Blockseminar stattfindet. Bitte gebt dies auch bei der Bewerbung an, damit wir die eingereichten Bewerbungen einerseits und andererseits die zur Verfügung stehenden Gelder in Einklang miteinander bringen können.

 

Jedes Semester stehen für AT in der Humangeographie QSL-Mittel in Höhe von insgesamt 13 SWS zu Verfügung. Eine wöchentliche Veranstaltung entspricht 2 SWS Durchführungszeit plus 2 SWS für Vor- und Nachbereitung, also insgesamt 4 SWS. Ein Semester hat 14 Vorlesungswochen, der Vertrag würde also über 56 Stunden geschlossen werden. Ein Blockseminar mit insgesamt 14 Stunden würde hingegen 1 SWS Durchführungszeit plus 1 SWS Vor- und Nachbereitung, ergo 2 SWS entsprechen und einen Vertrag über 28 Stunden bedeuten.

 

Sollte der Gesamtumfang aller geplanten - und grundsätzlich für geeignet befundenen - Tutorien in einem Semester die zur Verfügung stehenden Mittel überschreiten, werden wir versuchen gemeinsam mit allen Bewerber*innen eine einvernehmliche Lösung zu finden.

 

Wenn ihr ein AT anbieten möchtet, benötigen wir neben dem ausgefüllten Formular eine mindestens halbseitige Beschreibung eures Vorhabens. Neben dem Titel gehört dazu ein Konzept, das einerseits Struktur und Inhalt und andererseits euer didaktische Herangehensweise skizziert (z.B. geplante Arbeitsformen). Ihr müsst aber für uns nicht einzelne Sitzungen ausarbeiten oder dergleichen, wichtiger ist, das ihr klarmacht, warum ihr das Thema als relevant erachtet.

 

Außerdem brauchen wir für die Veröffentlichung im Alternativen Vorlesungsverzeichnis (AVV) des AStA und sonstiges Bekanntmachen einen etwa halbseitigen Ankündigungstext (ca. 2400 Zeichen), der natürlich vor allem Interessierte für euer AT begeistern und zur Teilnahme einladen soll. Ihr solltet dabei beispielsweise auch klarmachen, ob die Teilnahme evtl. fachliches Vorwissen erfordert oder vielmehr für alle Interessierten, möglicherweise auch aus anderen Fachbereichen geeignet ist. Falls euch dies sinnvoll erscheint, können diese beiden Texte auch miteinander identisch sein (hier als Anregung das AVV für das Sommersemester 2017).

 

Damit wir die Eintragung im AVV gewährleisten können, ist die Bewerbungsfrist am 31.8.2017. Sollten danach noch Mittel zur Verfügung stehen, können weitere Bewerbungen eingereicht werden.

 

Wir bemühen uns um die Veröffentlichung der ATs im AVV des AStA und bewerben sie über unsere Kanäle (bspw. Facebook), ihr seid aber selbst verantwortlich für weitergehende Werbung etc.; wir können schlechterdings versprechen, dass jedes angebotene AT gut besucht wird ;)

 

Wir würden uns freuen, wenn ihr uns gegen Ende des Semesters bei einem Treffen davon berichtet, wie euer Tutorium lief. Gerne könnt ihr uns auch einen schriftlichen Bericht und/oder eure Sitzungsprotokolle zukommen lassen, sodass wir eine Sammlung der am Fachbereich durchgeführten Autonomen Tutorien aufbauen können.

 

 

Was sind überhaupt autonome Tutorien?

 

Autonome Tutorien (AT) sollen der Ergänzung und Erweiterung des Lehrangebots am Fachbereich dienen, also humangeographische und verwandte Themen, Perspektiven oder auch Methoden behandeln, die eurer Meinung nach nicht ausreichend vertieft oder gar nicht angeboten werden. Sie sollen euch - sowohl als Teilnehmenden wie auch als Organisierenden - die Möglichkeit geben, euren Interessen über den Standard-Lehrplan hinaus nachzugehen und Neues kennenzulernen.

 

Einen grundlegenden Einführungstext zu AT an der Goethe-Uni im Allgemeinen findet ihr auf der Website des AStA Frankfurts. Für die Humangeographie ist das Studierendenforum (SFH) der richtige Ansprechpartner für die Organisation und Ausschreibung von autonomen Tutorien.

 

Die Organisation und Durchführung von AT wird finanziell unterstützt, dafür steht Geld aus den QSL-Mitteln zur Verfügung. Wenn ihr ein AT anbietet, bekommt ihr einen Vertrag als studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft (letzteres, falls ihr bereits einen BA- oder LA-Abschluss habt). Wir streben an, den Aufwand für Vor- und Nachbereitung in gleicher Höhe wie die eigentliche Durchführung zu honorieren.

 

Autonome Tutorien im Sommersemester 2017

 

Im Sommersemester 2017 gab es drei Autonome Tutorien in der Humangeographie:

 

1) Smart Cities & Macht

 

2) Commons - eine Einführung

 

3) Kritik der bürgerlichen Wissenschaft / Wissenschaftskritik

 

Das uniweite Alternative Vorlesungsverzeichnis des AStA mit Beschreibungen der Autonomen Tutorien findet ihr hier: AVV für das Sommersemester 2017

 

 

Autonome Tutorien im Wintersemester 2016/2017

 

Im Wintersemester 2016/2017 fand in der Humangeographie ein autonomes Tutorium zu anarchistischen Geographien statt. Mehr dazu im AVV des AStA Frankfurts für das Wintersemester 2016/17 (PDF).

 

 
 

StudienanfängerInnen finden hier Informationen zu den Einführungsveranstaltungen, mit denen jedes Wintersemester beginnt! Eine Liste mit allen Veranstaltungen des ersten Fachsemesters finden Sie (außer im Vorlesungsverzeichnis) in übersichtlicher Zusammenstellung hier.