Nebenfach BSc-Geographie

BSc-UA1: Umweltgeochemie

ACHTUNG, Änderungen:

Dieses Nebenfachmodul wird nicht mehr in der alten Form (7,5 CP), die noch in den StO von 2008 und 2010 zu finden ist, angeboten, sondern nur noch in der hier und der StO 2013 aufgeführten Version (8 CP).


Das Modul umfasst eine Vorlesung mit Übungen, eine weitere Vorlesung sowie ein Seminar. Die beiden Vorlesungen bauen inhaltlich nicht aufeinander auf, so dass eine Wahlmöglichkeit bezüglich der Reihenfolge besteht.

In der Vorlesung ?Umweltgeochemie? werden die Folgen der Nutzung von Georessourcen (Erze, Kohle, Erdöl, Erdgas) durch den Menschen auf die Veränderung der natürlichen Zustände unserer Umwelt dargestellt. Zum Beispiel haben oberirdisch gelagerte Reststoffe aus der Förderung und Aufbereitung sulfidischer Erze (Haldenmaterial) erheblichen Einfluss auf die Beschaffenheit des Grundwassers (Saure Mienenabwässer). Ebenso kann die übermäßige Nutzung des Grundwassers durch den Menschen infolge der Absenkung der Grundwasserstände zur Oxidation von schwermetallhaltigen Sulfiden in den Aquiferen und damit zu einer Kontamination des Wassers führen. Auch die Nutzung von Kohle als Energieträger führt heute immer noch in vielen Ländern aufgrund geringer technischer Standards zu erheblichen Umweltproblemen. Die Umweltrelevanz der verschiedenen Georessourcen und die bei der Nutzung resultierenden Emissionen werden beschrieben.

In den Übungen wird der Umgang mit physikalisch-chemischen Parametern erlernt, die Prognosen über die Verteilung von Schad-stoffen in den verschiedenen Umweltkompartimenten erlauben: z.B. Henry-Koeffizient, Octanol/Wasser-Verteilungskoeffizient, Adsorptionsisothermen. weiterhin werden quantitative Aspekte der Nutzung von Georessourcen bearbeitet. Quellen und Senken der wichtigsten Produkte/Nebenprodukte aus der Nutzung von Erzen und fossilen Energieträgern (Schwermetalle, Staub, Kohlendioxid, Schwefeloxide und Stickoxide) werden vorwiegend auf regionaler Skala bilanziert.

In der Vorlesung ?Methoden der Umweltgeochemie? werden die wichtigsten Analysenmethoden zur Bestimmung von Schwerme-tallen, chlorierten und nicht chlorierten Kohlenwasserstoffen, Bioziden; Detergentien usw. dargestellt. Anwendungsbeispiele aus der Umweltanalytik werden besprochen.

  • Angebotszyklus: Einführung in die Umweltgeochemie mit Übungen jährlich im Sommersemester, Methoden der Umweltgeochemie jährlich im Wintersemester
  • Voraussetzungen für die Teilnahme an Modulen bzw. Lehrveranstaltungen: Grundkenntnis in Chemie (die über die Basismodule zu erwerben sind, falls nicht schon vor Aufnahme des Studiums vorhanden)
  • Studiennachweise (TN bzw. LN): TN für Übungen
  • Modulprüfung: Klausuren zu beiden Vorlesungen, Benotung der Übungsaufgaben (Hausarbeit).
  • Voraussetzung für die Vergabe der Kreditpunkte des Moduls: TN. Die Modulnote errechnet sich aus den Benotungen der beiden Vorlesungen und der Übungen im Verhältnis 3:3:2 (gewichtetes arithmetisches Mittel).

Lehrveranstaltung

Typ

SWS

CP/Semester

1

2

3

4

5

6

Einführung in die Umweltgeochemie

V

2

3

Übung zur Vorlesung Einführung in die Umweltgeochemie

Ü

1

2


Methoden Umweltgeochemie

V

2

3


 
 

Wir haben unsere Stipendien-Seite (zum Thema Studienfinanzierung) in geostud aktualisiert und um weitere Förderungsmöglichkeiten ergänzt.